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Für die Spiele gegen die direkte Konkurrenz, die bis zur Winterpause vornehmlich anstehen, wurde die Parole "Aufholjagd" ausgegeben, um sich in eine - für die aktuelle Situation - einigermaßen gute Ausgangslage für die Rückrunde zu bringen. Nach 3 Spielen droht dieses Unterfangen allerdings kläglich zu scheitern, musste man nach der enttäuschenden Vorstellung gegen Niedermark nun auch gegen den TuS Glane eine Niederlage hinnehmen.

Besonders schwer wiegt vor allem der Umstand, dass man nicht nur selbst keine Punkte sammelt, sondern die Konkurrenz auch noch mit selbigen "versorgt" und der Rückstand damit sogar anwächst. Ohnehin ist "Versorgen" in diesem Zusammenhang das richtige Stichwort: Gegen Glane lud man durch teilweise schwerwiegende individuelle Fehler den Gegner förmlich zum Toreschießen ein, sodass man nach 90 Minuten mit 2:5 als Verlierer vom Platz ging.

Spielszene SFO GlaneDabei war der Gast über die gesamte Distanz keineswegs die - wie es das Ergebnis vermuten lässt - alles beherrschende Mannschaft. Quasi mit der ersten guten Gelegenheit ging der TuS nach einer knappen Viertelstunde in Führung. Bei einer Flanke von der linken Seite entwischte Lasse Ter Veen seinem Bewacher und beförderte den Ball per Kopfball über den zu weit vor dem Tor stehenden SFO-Keeper Welp. Anschließend entwickelte sich ein Spiel, in dem die Sportfreunde um Spielkontrolle bemüht waren, allerdings Probleme im Herausspielen von Torchancen hatten. Richtig gefährlich wurde es eigentlich nur einmal, als Furkan Güraslan per Freistoß aus knapp 25 Metern die Latte traf. Bezeichnend war schließlich auch das 2:0 der Glaner durch Benedikt Knäuper, als - bis auf wenige Außnahmen - das Oeseder Defensivumschaltspiel einem Kollektivversagen glich. Als dann kurz nach der Halbzeit auch noch unbedrängte Abspielfehler von Gelwer und Güraslan am eigenen Strafraum hinzukamen und Keeper Welp einen durchaus parierbaren Schuss durch die Finger rutschen ließ, war das Spiel durch die daraus resultierenden Tore 3 und 4 bereits entschieden. Zu dem ohnehin schon geringem Selbstvertrauen gesellten sich somit noch Konzentrationsmängel, die an diesem Tage sämtliche Ambitonen der Sportfreunde zunichte machten. Zwar sorgte Güraslan dann nach einer starken Einzelaktion über den rechten Flügel für das 1:4, doch wenige Minuten später stellte Hagedorn nach einem Eckball völlig alleingelassen den alten 4-Tore-Abstand wieder her. 

Was dann folgte, dürfte wenigstens als Mutmacher für die kommenden Wochen gesehen werden: In den letzten 20 Minuten fanden die Sportfreunde ein wenig mehr zu ihrem Kombinationsspiel vergangener Tage zurück und schnürten den Gegner in dessen Hälfte ein. Besonders über die rechte Seite schafften es die Hausherren des Öfteren in den Strafraum der Glaner vorzudringen und erzielten letztendlich auch noch durch Ali Bag das 2:5. Mehr als der Anschlusstreffer sollte allerdings nicht mehr gelingen. 

Insgesamt muss man leider resümieren, dass dieses Spiel über weite Strecken die ohnehin schon schwachen Darbietungen der letzten Wochen noch übertraf. Die Sportfreunde verzettelten sich immer wieder in Einzelaktionen, ließen die notwendige Lauf- und Defensivarbeit, Konzentration und den Zusammenhalt auf dem Platz vermissen. Vielleicht erzeugt diese Partie und gegebenenfalls auch die scharfe Berichterstattung der NOZ, in der es hieß, dass die Sportfreunde auf den Tiefpunkt der fast 100-jährigen Vereinshistorie zusteuern, eine gewisse "jetzt erst recht Haltung". Welche Reaktion das Team nun im nächsten Spiel gegen den TV Wellingholzhausen zeigen wird, bleibt abzuwarten. Eines steht allerdings fest: Performt das Team weiterhin auf diesem Niveau, wird man das angestrebte Ziel in dieser Saison defintiv verpassen.

Aufstellung Sportfreunde Oesede: Welp – Gelwer, Lietzke, Peters - Güngör (55. Klook), Janotta (69.Weißhaar), Güraslan (66.Bücker), Knop, Caylak (66.Haberzettl), Dawoudi –  Bag

Auswechselspieler: Haberzettl, Weißhaar, Bücker, Klook

Tore:
0:1 Ter Veen (18.)
0:2 B.Knäuper (40.)
0:3 Ter Veen (49.)
0:4 Risius (55.)
1:4 Güraslan (60.)
1:5 Hagedorn (65.)
2:5 Bag (76.)

  

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